| |
 |
Eng mit der Höhe des Kaufpreises für die Unternehmensanteile ist die Zahlungsweise verbunden. Den Kaufpreis zahlt der Käufer als Einmalbetrag oder als lebenslange Rente an den Verkäufer. Bei der Festlegung der Raten darf die Liquidität des Unternehmens durch die Zahlungen nicht gefährdet werden. Eine besonders unternehmensschonende Ratenzahlung stellt die so genannte „Dauernde Last“ dar. Bei der Dauernden Last ermittelt der Käufer die monatliche Ratenhöhe für den Verkäufer z. B. durch den erzielten Monatsumsatz des Unternehmens, der je nach Geschäftsentwicklung sehr stark schwanken kann. Da bei dieser Zahlungsform das Risiko beim Verkäufer liegt, bauen die Vertragsparteien im Kaufvertrag über die Unternehmensanteile in der Regel eine Kaufpreissicherung ein.
Bei der Einmalzahlung fließt dem Verkäufer der gesamte Kaufpreis auf einmal zu. Ihm obliegt es nun, den Betrag für sich gewinnbringend anzulegen oder (teilweise) auszugeben. Das Risiko für den Verkäufer ist bei einer Einmalzahlung gleich null, da er vom zukünftigen Erfolg des Unternehmens und des neuen Inhabers unabhängig ist. Nachteil ist, dass der Verkäufer den Veräußerungsgewinn sofort versteuern muss.
Bei der Rente kommen zwei Varianten in Frage:
• Leiberente: Sie erlischt mit dem Tod des Verkäufers.
• Zeitrente: Hierbei wird eine mindestens zehn Jahre lange Laufzeit vereinbart.
Der Verkäufer entscheidet bei einer lebenslangen Rente frei, ob er den Veräußerungsgewinn sofort oder nach dem zeitlichen Anfall versteuert. Der Verkäufer trägt hierbei das Zahlungsausfallrisiko der Rente.
Eine weitere Variante stellt die Ratenzahlung dar. Hierbei zahlen Sie den vereinbarten Verkaufspreis über höchstens zehn Jahre in Raten an den Verkäufer der Unternehmensanteile. Bei Ratenzahlung versteuert der Verkäufer den Veräußerungsgewinn gleich und er trägt das Zahlungsausfallrisiko der Raten. Hier wird der Verkäufer wahrscheinlich Garantien vom Investor fordern.
Aus der Zahlungsweise des Kaufpreises leitet sich anschließend die Finanzierungsformen für den Käufer ab – unter Berücksichtigung der zusätzlichen Investitionen in das Unternehmen, z. B. in neue Maschinen. |
 |